
Ich bin wieder da! Zurückgekehrt aus dem Reich der Mitte. Die Eindrücke waren so vielfältig und überwältigend, dass ich gar nicht alles in Worte fassen kann. Der Reisebericht findet deshalb in Form einer Bildergalerie statt. Denn Bilder sagen mehr als 1000 Worte, wenngleich ich zu jedem Foto eine eigene Geschichte erzählen könnte. ;-)
Durchschnittlich habe ich, in den 16 Tagen Aufenthalt, alle 15 Minuten ein Foto geschossen. Die nachfolgende Auswahl ist bunt gemischt und gibt einen “kleinen” Einblick in die fernöstlichen Lebensart. Thematisch geordnete Bildergalerien werde ich in den kommenden Tagen und Wochen auf dennism.de veröffentlichen.
Jetzt aber erstmal viel Spaß damit:
Alles in Allem ein gelungener Urlaub und eine schöne Zeit. Deshalb sage ich: “zàijiàn China! Auf Wiedersehen China!”
Es wird Zeit, dass triste Deutschland zu verlassen! Auch wenn ich die deutsche Wertigkeit und das umfassende Qualitätsangebot vermissen werde. Es zieht mich nach China; die Symbiose zwischen Fortschritt und Kultur haben mich schon immer fasziniert. Deshalb sage ich: “Goodbye Deutschland!”.
Aber keine Angst, ich bin nur für drei Wochen weg und komme am 16. Juni 2010 wieder zurück. Auf dennism.de und in Facebook halte ich Euch auf dem Laufenden, sofern ich die chinesische (Zensur-)Mauer überwinden kann.
Zu guter Letzt noch die klassische Abwesenheitsnotiz:
Ich bin ab dem 26. Mai bis zum 15. Juni im Ausland und nicht per E-Mail/Telefon erreichbar.
Ihre E-Mail wird daher weder gelesen noch weitergeleitet.In dringenden Fällen steht Ihnen mein Geschäftspartner Benjamin Weiß gerne zur Verfügung.
bw@doku2.de
07240 – 94 33 77
0160 – 94982563
Auf Wiedersehen liebes Karlsruhe und bis bald! :-)
Viele Grüße,
Dennis
Foto von Ningling, gefunden auf wikipedia
Unser großes Interesse für Gestaltung, Kunst und Design bewegt uns nicht nur im Herzen, sondern lässt uns auch oftmals in andere Städte reisen. Anfang Februars besichtigten wir die “MINDcontrol – Werkschau” an der Mannheimer Hochschule für Gestaltung. Die vorgestellten Studienprojekte zeigen das große Potential der angehenden Nachwuchsdesigner!
MIND CONTROL – Werkschau 2010 from sayin on Vimeo.
Dass Design bewegt, konnte man auch auf der Werkschau live miterleben. Zum Beispiel animierte das interaktive Spiel “Dwister” zum Mitmachen. Dwister ist die digitale Version des bekannten Spiels “Twister” und gewann den Merz Kommunikationspreis 2009.
DWISTER – Das interaktive Verrenkungsspiel from Katharina B. on Vimeo.
Eine Woche später ging es gleich weiter nach Frankfurt. Dem Museum für Angewandte Kunst schenkten wir besondere Aufmerksamkeit, weil dort gleich mehrere Interessengebiete abgedeckt wurden. Nämlich unser Interesse für aktuelles Design und moderne Kunst sowie kreativen und philosophischen Einflüssen aus China und Japan. Die folgenden Ausstellungen konnten in einer Museums-Tour betrachtet werden.
Deutscher Designpreis 2010
Der Deutsche Designpreis wird jedes Jahr seit 2008 über alle Branchen hinweg vergeben. Aus über 1200 nominierten Einreichungen wurden 10 Gold- und 35 Silbergewinner ermittelt. Die einzelnen Gewinner-Projekte wurden über die ganze Ausstellungshalle hinweg präsentiert. Selbstverständlich sind die Preisträger auch online ersichtlich.
Tokyo Art Directors Club 2009
Eine weitere Design-Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst war dem Grafik-Design aus Japan gewidmet. Die Gestaltungskultur spielte in Japan schon immer eine besondere Rolle, ist aber außerhalb des Landes noch wenig bekannt. Wenn man an Japan denkt, so geht man landläufig von Disziplin, klare Ordnungen und festgelegte Verhaltensregeln aus. Beim Design wird man allerdings mit frechen und verspielten Motiven konfrontiert und manchmal auch etwas provoziert. Die unterschiedlichen Stilrichtungen der japanischen Gestaltung kamen in der Ausstellung sehr gut zur Geltung.
Sit in China
China besitzt eine große Kulturgeschichte, das ist auch hier jedem bekannt. Die Ausstellung bezog sich allerdings auf Chinas “Sitzkultur”. Es wird eine Kontroverse ausgearbeitet, bei der die Massenproduktion kostengünstiger Sitzmöbel für die westliche Welt und der tatsächliche Lebensstil vieler Chinesen gegenübergestellt wird. Beim Betrachten der Bilder wird einem der Luxus eines eigenen Chefsessels schnell bewusst.
Zusammengefasst waren die Ausstellungsbesuche allesamt sehr interessant und erfrischend inspirierend.
Weitere Verweise und Links:
www.gestaltung.hs-mannheim.de
www.angewandtekunst-frankfurt.de
www.german-design-council.de
Sehr viele kreative Eindrücke wirken auf einen, wenn man moderne Kunst so hautnah erleben darf. Fast alle Sinne wurden befriedigt; nur der Tastsinn kam leider etwas zu kurz. Man dürfe die Objekte anfassen soviel man will – nach dem Kauf, so hieß es. Angeboten wurde viel. Angefangen von den Studentenschnäppchen für 480€ bis hin zum Audi R8 Quattro in Leinwandform mit Farbklecksen drauf. Gekauft wurde erstaunlicherweise auch viel, vor allem die Häppchen für zwischendurch. Aber auch viele kleinere und größere Gemälde fanden den ein oder anderen Käufer.
Auch bei der plastischen Kunst und bei der Fotografie wurden viele spielerischen und kreativen Innovationen dargeboten. Innovativ deshalb, weil sich Vieles auf zeitgenössische Themen oder Ereignisse bezog und zudem in ein neues Licht gerückt wurde.
Alles in Allem war der Messebesuch unglaublich inspirierend und geistig anregend, so dass manche Ideen sicherlich auch auf andere Lebens- oder Arbeitsbereiche übertragen werden können.
Quellen und Fotos:
www.art-karlsruhe.de
www.juergenroesner.de
“Die iTEC08 ist ein Ort für Austausch und Kommunikation und sie repräsentiert ein innovatives und kreatives Zentrum mitten in Deutschland. Hier können Sie sich über die neuesten Trends auf dem IT-Markt und in der Telekommunikation austauschen und informieren.”, so hieß es vom Veranstalter.
In der Tat gab es einige interessante und nennenswerte Fachthemen, dazu später. Imposant und eindrucksvoll war zunächst die Organisation und Aufbereitung der Veranstaltung. Ein Lob an die Eventmanager/innen! Die Location und der Service spiegelten in kleinen Details das gehobene Niveau wieder. Beste Beispiele hierfür waren das Frühstücks- und Mittagsbuffet. Das Blimborium war fast schon zu abgehoben, so dass man sich selbst verschmähte nicht auch im Anzug und Kravatte erschienen zu sein. Dieses 1.Klasse Gehabe übertünchte manch schlecht vorbereiteten Vortrag, welcher zusätzlich durch nicht schalldichte Synchronsprechkabinen permanent gestört wurde. Manche Referenten entschieden sich daraufhin spontan den Vortrag auf Englisch zu halten. In Anbetracht der Lage keine schlechte Idee, wenn die Simultandolmetscher nicht divergent übersetzen könnten.
Nebenbei bemerkt; wußten Sie, dass simultandolmetschen of fälschlicherweise als simultanübersetzen tituliert wird? Laut eurocommunication.com bezeichnet Simultandolmetschen:
“eine Dolmetschtechnik bei der der gesprochene Vortrag eines Redners simultan, d.h. zeitgleich, in die andere Sprache übertragen wird. Im Gegensatz dazu wird das Übertragen eines schriftlichen Textes von einer Ausgangs- in eine Zielsprache Übersetzung genannt.”
Zurück nach Darmstadt. Der Konkress bot vier zentrale Themenschwerpunkte an:
Zu jedem Schwerpunkt gab es verschiedene Blöcke mit thematisch zusammenpassenden Vorträgen. Da die Vorträge simultan stattfanden, splitteten wir uns auf oder zentrierten unseren Fokus auf die für uns interessantesten Vortragsblöcke:
Obwohl es eine IT-Fachmesse war, kam in vielen Vorträgen auch die Technische Dokumentation und deren Teilbereiche zur Sprache. Es wurde immer wieder angesprochen, dass die Dokumentation und das Wissensmanagement zukünftig eine wichtige Rolle im IT-Bereich zugeteilt wird. Beispielsweise sind semantische Netze ein wichtiger Baustein für die Informationswirtschaft in einem IT-Unternehmen, weil Prozesse, Informationszusammenhänge oder Entwicklungsschritte besser abgebildet werden können.
Auch E-Business-Strategien, im Hinblick auf moderne Web-Anwendungen, wurden vorgestellt. Hierzu gehören unter anderem die Verwendung von Wiki’s, Blogs’s oder Online-Tutorials. Auch kleinere Unternehmen können daraus Nutzen tragen, Kosten und Zeit einsparen sowie ihr Firmenwissen personenunabhängig dokumentieren.
Die zugehörigen Vortragsfolien sind unter www.itec08.de frei zugänglich. Besonders interessant und passend zu unseren Arbeitsbereichen waren folgende Vorträge:
Wissensorganisation in einem Weltkonzern
Johannes Müller, Siemens Building Technologies, Schweiz
Theseus – Angewandte Wissensinfrastruktur
Jörn Lehmann, VDMA
Enabler heutiger und zukünftiger mobiler Netze und Anwendungen
Klaus David, Universität Kassel
Semantiken und Grafiken im Produkt-Lifecycle-Management
Jorge Posada, VICOMTech, Spanien
E-Shop-Marketing am Beispiel Finncontainers
Sarianne Reinikkala, Finncontainers Oy, Finnland
Internationaler Versandhandel von Kosmetik- und Wellnessprodukte über das Internet
Yvonne und Rolf Zapf, kosmetikkaufhaus.de
Vernetztes Wissen durch Sensoren und web-basierte Daten
Stefan Decker, DERI Galway, Irland
Zum Schluss gibt es noch einen zusammenfassenden Image-Film, bei der wir eine bedeutende Statistenrolle bei 2:41 Min besetzen: Imagefilm zur iTEC08.wmv (Stream für IE und Firefox)
Alles in allem war die iTEC08 sehr interessant und weiterbildend. Wir freuen uns auf die kommenden IT-Veranstaltungen im nächsten Jahr!
Quellen und Fotos:
www.hessen-it.de
www.itec08.de